Allgemeine Bestimmungen

Die Ausschreibung aller zum Eurojack-Finale zählenden Wettkämpfe ist auf 6-7 Disziplinen
festgelegt. Sie bestehen aus den 3 Grunddisziplinen und aus 3-4 Auswahldisziplinen.

Veröffentlichung der Disziplinen des Wettkampfes
Veröffentlichung der Wettkampf- und Sicherheitsbestimmungen
Veröffentlichung des Anmeldeformulars
Veröffentlichung einer etwaigen Begrenzung der Teilnehmerzahl an der Qualifikation (die Zahl
muss realistisch sein und auf der letzten Presidio-Sitzung vorab genehmigt worden sein)

Das ausgefüllte Anmeldeformular geht dem Veranstalter per

E-Mail oder
Post zu

Keine Anmeldegebühr.
Die Altersgrenze ist in der Eurojack-Europameisterschaft auf 16 Jahre festgelegt.
Jedem Veranstalter ist es jedoch selbst überlassen, ob er auf seiner eigenen Veranstaltung Jüngere
starten lässt. Der Veranstalter kann bei der Ausschreibung eine maximale Teilnehmeranzahl für die
Qualifikation vorgeben.

Wettkampfablauf

Der Ablauf des Bewerbes kann vom Veranstalter gewählt werden. Bei Schlechtwetter kann der Veranstalter einen Abbruch des Bewerbes selbst entscheiden.
Es müssen für jede Disziplin 2 – 6 Arbeitsplätze vorhanden sein, wobei jeweils 2 – 6 Sportler gleichzeitig starten.
Die Zeitmessung erfolgt mittels Stoppuhr und eines externen Tasters. Jeder Wettkämpfer startet und stoppt seine Zeit im Regelfall (je nach Disziplin) selbst. Start und Stopp darf nicht mit der Axt oder Säge ausgelöst werden, sondern muss mit der Hand erfolgen. Die Zeitmessgeräte werden vom Veranstalter gestellt.
Das Startsignal soll in der Landesprache im Vierertakt durchgeführt werden, wobei der letzte Takt ein deutliches „GO!“ sein muss. z. B.: „Drei, zwo, eins, GO!“ Das Startsignal muss bei der Sportlerbesprechung für alle Sportler verständlich besprochen werden.
Alle Teilnehmer müssen beim Bewerb eine lange Hose tragen.
Die Renndauer erstreckt sich vom Beginn des Sportmeetings bis zur Bekanntgabe der Sieger. Die Anwesenheit des Teilnehmers ist von Anfang bis Ende verpflichtend. Erscheint ein Teilnehmer ohne ohne gültigen und zuvor mitgeteilten Grund nicht zum Sportmeeting, ist er vom Start ausgeschlossen. Nimmt ein Teilnehmer ohne gültigen und zuvor mitgeteilten Grund nicht an der Siegerehrung teil, wird er nachträglich disqualifiziert.

Bewertung

Bei Punktegleichstand am Ende des Wettkampfes entscheiden zuerst die Gesamtpunktzahl und dann die Wettkampfzeit. Besteht dann immer noch Gleichstand so wird der Sieger durch ein Stechen im Liegend-Schroten ermittelt. Die Ergebnisse (Gesamtpunkte + Gesamtzeit) sind in eine Liste aufzunehmen und von Wettkampf zu Wettkampf zu ergänzen, so dass man bei Gleichplatzierung am Ende der Eurojackwettkämpfe den gleichen Modus verwenden kann, um die Platzierungen festzulegen.
Die Punktevergabe bei den einzelnen Disziplinen ergibt sich aus der Anzahl der Teilnehmer.Sind z. B. 27 Teilnehmer bei einem Bewerb, erhält der Erstplatzierte 27 Punkte, der Zweitplatzierte 26 Punkte, usw. Der Letztplatzierte erhält somit 1 Punkt. Die Punktesumme der Disziplinen ergibt die Reihung für die Gesamtwertung.
Die Vergabe der Eurojackpunkte erfolgt sinngemäß in gleicher Weise, wobei nur die ersten 25 Sportler Punkte erhalten. 1. Platz 25 Eurojackpunkte, 2. Platz 24 Eurojackpunkte, usw.
Die Eurojackpunktesumme der jeweiligen Landesbewerbe ergibt die Reihung für die Eurojack-Jahreswertung und somit den/die Europameister/Europameisterin in der jeweiligen Klasse.

Frauenwettbewerb

Der Damenbewerb wird als eigener Europameisterschaftsbewerb mit Europawertung durchgeführt.
Das heißt, dass es einen eigenen Qualifikationsbewerb und einen eigenen Finalbewerb gibt. Für den Hauptbewerb am Sonntag stehen mindestens 4 Startplätze, zur Verfügung.
Für den ersten Bewerb im Jahr sind die besten 2 der Europameisterschaftsendwertung des Vorjahres fix qualifiziert, für die nächsten Bewerbe sind die besten 2 der aktuellen Europameisterschaftszwischenwertung fix qualifiziert.
Der Holzdurchmesser bei der Disziplin „Underhand Chop“ ist im Damenbewerb auf ca. 27cm reduziert.
Die Disziplinen stehen jeweils in der Ausschreibung des Veranstalters.
Die Bewertung erfolgt nach den allgemeinen Richtlinien  beschrieben.

Austragungsmodus: 
Qualifizierungsmodus: Im Finalbewerb können 18-25 Wettkämpfer starten (je nach Veranstalter).
Für den ersten Bewerb im Jahr sind die besten 10 Herren und besten 2 Damen der Europameisterschaftsendwertung des Vorjahres fix qualifiziert, für die nächsten Bewerbe
sind die besten 10 Herren und besten 2 Damen der aktuellen Europameisterschaftszwischenwertung fix qualifiziert.
Wenn zu einem Wettbewerb Nichteuropäer kommen, werden Sie in die Europawertung nicht aufgenommen.
Die Startliste ergibt sich aus den 10 Profisportlern bzw. 2 Profisportlerinnen plus den besten Nachwuchs-Eurojackern der Qualifikation (Samstag oder Sonntag). Sollte einer der Profis nicht antreten, rückt ein weiterer Qualifikant nach.
Sollte ein Qualifikant nicht im Finale teilnehmen, so wird er für diesen Bewerb disqualifiziert, und erhält keine Eurojack-Punkte. In diesem Fall, rückt ebenfalls ein weiterer Qualifikant nach. Bei jedem der Europameisterschaftsbewerbe gibt es am Samstag einen Nachwuchswettkampf, der von allen Eurojack-Sportlern, außer den 10 fix gesetzten Profisportler und den 2 fix gesetzten Profisportlerinnen, bestritten werden muss.
Diese Eurojack-Qualifikation besteht aus 3 Grunddisziplinen (Liegend Schroten, Singelsägen und Scheibensägen) plus 0-3 Disziplinen (nach Wahl des Veranstalters aus dem Eurojack-Disziplinenkatalog mit Ausnahme des Powersägens).
Die besten Eurojack-Sportler (auch U18) können sich für den jeweiligen Hauptbewerb am Sonntag qualifizieren.
Der spektakuläre Hauptbewerb am Sonntag besteht aus 6-7 Disziplinen, den 3 Grunddisziplinen der Qualifikation „Liegend Schroten, Singelsägen und Scheibensägen“ und 3-4 wählbaren Disziplinen,
aus dem Eurojack-Disziplinenkatalog. Um den Wettkampf für das Publikum besonders spannend zu gestalten, starten im Finale immer 2-6 Sportler nebeneinander. Die Reihenfolge der Finaldisziplinen und die Startliste sind vor dem Hauptbewerb bekannt zu geben.

Allgemeine Wettkampf- und Sicherheitsbestimmungen

Eine Disqualifikation (DQ) wird immer mit 0 Punkten und einer Zeit von 999 Sekunden bewertet.
Ein Nicht-Antreten in einer Disziplin wird als Disqualifikation (DQ) gewertet. Ein Nicht-Antreten bei einem gesamten Wettkampf in Europa wird mit 0 Punkten und einer Zeit
von 6999 Sekunden bewertet.

Werkzeug und Sicherheitsausrüstung sind von jedem Sportler grundsätzlich selbst zu stellen.
Aus organisatorischen Gründen muss jeder Sportler jederzeit über sein persönliches Werkzeug verfügen können.
Dem Veranstalter ist es vorbehalten, das zum Wettbewerb eingespannte Holz vor dem Start mit einem Werbeaufdruck zu versehen.
Werbung (T-Shirt) des Veranstalters und Startnummern sind von der Startnummernausgabe bis nach der Siegerehrung in vollem Umfang sichtbar zu tragen. Das Wettbewerbs T-Shirt
darf durch Hosenträger einer anderen Firma nicht verdeckt werden. Weder der Teilnehmer noch sein Assistent dürfen auf der Wettkampfbühne Kleidung aus anderen Wettbewerben
tragen. Andernfalls folgt DQ. Dies ist eine Frage des Respekts gegenüber dem Veranstalter und den Sponsoren des Rennens. Ausgenommen davon sind die Siegerehrungen der Jahresgesamtwertungen der jeweiligen Klassen. Hierbei dürfen die Sportler/Sportlerinnen ihre eigenen T-Shirts mit eigenen
Sponsoren (ausgenommen anderen Wettbewerben) tragen.
!!! Bei Nichteinhaltung erfolgt die Disqualifikation vom gesamten Wettbewerb!!!
Die Startnummern sind am linken Unterschenkel zu befestigen, jedenfalls immer dabei haben zum Vorzeigen! Sollte es jemandem schwerfallen, während einer Disziplin eine
Startnummer am Bein zu befestigen, genügt es, die Nummer zumindest mitzunehmen, sie dem Kampfrichter/Zeitnehmer deutlich zu zeigen und neben dem eigenen Startplatz zu
platzieren. Dies ist die einzige eindeutige Identifizierung des Teilnehmers für Kampfrichter und Zeitnehmer. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass das Nichttragen einer
Startnummer zur Disqualifikation führt! Die Teilnehmer müssen auf der Wettkampfbühne immer lange Hosen tragen (Shorts sind nicht erlaubt).
Während des Wettkampfes dürfen sich auf dem Wettkampfgelände nur diejenigen Sportler, die sich bei der Ausübung einer Disziplin befinden, aufhalten. Die Bühnenarbeiter führen
ihre Arbeiten durch, nachdem der letzte Sportler die jeweilige Disziplin beendet hat.
Vom Veranstalter muss ein Aufwärmplatz klar definiert werden. Sollte es an einem anderen Platz die Motorsäge gestartet werden, kann es zu einer Disqualifikation führen.
Bei jedem Wettkampf muss ein Sportlerrat festgelegt werden. Dieser muss beim Sportlermeetind festgelegt werden. Er besteht aus einem Schiedsrichter und zwei Sportler
(oder neutrale Personen) + Wahl eines Stellvertreters. Dieser Stellvertreter entscheidet, falls der Rat die Angelegenheit eines der beiden bereits gewählten Kandidaten erörtert. Wenn ein Teilnehmer gegen die Entscheidung der Schiedsrichter Protest einlegt, entscheidet dieser Rat über die Situation.

Die eingesetzten Geräte, Werkzeuge und Maschinen müssen einen sicherheitskonformen Zustand aufweisen:
Äxte: Sicherheitssplint durch Axthaus und Stiel Motorsäge: Kettenstopp, Gashebelsperre, Kettenfangbolzen, Handschutz Powersäge/Hot Saw: 1 Zylindermotor der vom Sportler alleine bedient wird und mit einem verbreiteten Handschutz ausgestattet ist. Das Tuning der Motorsäge ist dem Wettkämpfer freigestellt.
Klettern: Für alle Kletterdisziplinen bestimmt der Wettkampforganisator vorab eine Person, die die korrekte Befestigung des Teilnehmers am Sicherungsseil vor dem Wettkampf überprüft. Der Schiedsrichter darf das Startsignal erst geben, wenn diese autorisierte Person ihre Zustimmung erteilt. Die Teilnehmer müssen dies respektieren, andernfalls werden sie disqualifiziert. Die autorisierte Person wird den Teilnehmern in der Teilnehmerbesprechung vor dem Wettkampf bekannt gegeben. Sollte der Veranstalter für die Kletterdisziplin „Nur Aufsteigen“ ein automatisches Sicherungssystem verwenden, muss während der gesamten Dauer dieser Disziplin ein vorbereiteter Kletterer in Kletterausrüstung anwesend sein, um dem Teilnehmer bei Schwierigkeiten sofort Hilfe leisten zu können.

Während der Wettkämpfe dürfen keine Motorsägen probehalber gestartet werden, dafür steht jedem Wettkämpfer vor dem Start jeweils ein Warm-Up von 30 bzw. 60 Sekunden zur Verfügung.
Der Stamm darf nach dem Abstoppen bis zur Freigabe durch den Schiedsrichter nicht mehr berührt werden, sonst erfolgt die Disqualifikation.

Am Wettkampftag darf auf dem gesamten Areal kein Holz zu Trainingszwecken zersägt oder zerhackt werden.
Erscheint ein Teilnehmer nicht ordnungsgemäß bei der Siegerehrung, wird das Preisgeld nicht ausbezahlt und der Teilnehmer erhält für diesen Bewerb keine Eurojackpunkte! Diesbezügliche Ausnahmen können mit der örtlichen Wettkampfleitung besprochen werden. Zum Beispiel: Gesundheitliches Problem.

!!! Für die Einhaltung der Vorschriften ist der Sportler selbst verantwortlich!!!